Apfelmarkt
Apfelmarkt

Apfelkunde

Pomologen schätzen, dass es Deutschland etwa 5.000 verschiedene Apfelsorten gibt. Meist haben sie ihre Namen von der Region, in der sie gedeihen, ihren Züchtern oder ihren Eigenschaften. Darunter sind einige Hundert sehr alte Sorten, die kein Mensch mehr kennt und deren Name und Herkunftsnachweis verloren gegangen sind.

Pomologen, Naturschützer und Apfelwinzer wie Peter Merkel verwenden viel Zeit darauf, die alten Sorten neu zu entdecken und zu bestimmen. Aber auch immer mehr Verbraucher fragen sich immer öfter, was eigentlich auf dem Baum vor ihrer Haustüre wächst. Deswegen ist bei Apfeltagen wie in Annelsbach der Andrang groß.

Hier folgte eine Liste alter heimischer Sorten und deren Beschreibung von A – Z.

Rote Sternrenette
.. die alte Kulturapfelsorte von der Streuobstwiese ist eine der bekanntesten alten Sorten.
Der Apfel besticht reif durch eine leuchtende rote Farbe und kleinen, sternförmigen Zeichnungen. Früher mit Speck auf Hochglanz poliert, ist die Sternrenette der klassische, schöne Weihnachtsapfel. Sortenrein gekeltert ergibt die Rote Sternrenette einen vollfruchtigen Apfelwein mit filigranen Aromen.

Speierling
… ist gar kein Apfel, vielmehr eine Beere, gehört aber wie der Apfel zu den Rosengewächsen. 1993 wurde der mittlerweile selten geworden Speierling (in Hessen gibt es noch etwa 500 Exemplare) zum Baum des Jahres gewählt.

Wegen des hohen Gerbstoffsäuregehalts wirkt der speisaure Speierling antibakerteriell. Das nutzt schon die Volksmedizin, beispielsweise bei Magen- und Darmbeschwerden. Dem Apfelwein verleiht der Saft vom Speierling seine goldgelbe Farbe und den typischen, leicht adstringierenden Geschmack, ähnlich dem von trockenen Rotweinen. Darüber hinaus fördert der im sehr reifen Zustand als Maische zugegebene Speierling ein volles Bouquet sowie ein Aroma, das an Mandeln erinnert.

Die Liste Odenwälder Äpfel von der Streuobstwiese wird ständig ergänzt.